Die bürgerschaftliche Ausstellung "Suchet der Stadt Bestes" von 1989

29.05.2019 , 18:00 Uhr HBPGVortrag / Gespräch

Ort: HBPG , Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Kutschstall, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam | Infotelefon: 0331.62085-50

Podiumsgespräch | Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Fundstücke aus Brandenburg – zwei Ausstellungen aus dem Jahr 1989“

Michael Heinroth und Michael Zajonz im Gespräch mit Thomas Wernicke, wissenschaftlicher Ausstellungsleiter des HBPG

Vom 10.09. bis 8.10.1989 sahen etwa 10.000 Menschen in der Potsdamer Nikolaikirche die Ausstellung „Suchet der Stadt Bestes“, die engagierte Potsdamer Bürger abseits der staatlichen DDR-Institutionen ausgerichtet hatten. Die beiden Initiatoren der Ausstellung erzählen von ihrem bürgerschaftlichen Engagement in den 1980er Jahren und von Entstehung und Erfolg ihrer Ausstellung. Sie berichten von den Schwierigkeiten des offenen Wortes in einer Zeit des öffentlichen Schweigens, als niemand ahnen konnte, dass nur Wochen später der Staat DDR und damit auch die Baupolitik der SED ein Ende hatten. Ihre Ausstellung war ein Protest gegen die dramatische Zerstörung der Potsdamer Altstadt und Signal für die Rettung eines der wertvollsten europäischen Flächendenkmale. Nach der „Friedlichen Revolution“ wurde sie zum Ausgangspunkt für eine neue behutsame Stadtsanierung, und heute ist die erhaltene Potsdamer Altstadt ein Touristenmagnet.

Eintritt: 3 Euro